Roadtrip – 2 Wochen durch Schweden

Jetzt ist es schon 1 Jahr her und ich habe es nirgendwo niedergeschrieben oder dokumentiert. Damit ich meine ersten Erfahrungen mit einem Wohnmobil in Schweden nicht vergesse will ich jetzt doch etwas festhalten.

Die 3 Verrückten

Unterwegs war ich in Schweden mit Artur und Michael. Wie es genau dazu kam, dass ich mit diesen beiden unterwegs war, weiß nicht mehr. Das ist wahrscheinlich auch nicht wichtig. Ich kenne die beiden seit dem ersten Tag meines Studiums. Seitdem sind wir gute Freunde. Es hat sich irgendwie angeboten.

Währen unseres Roadtrip gab es Stunden, an denen konnten wir uns mal mehr, mal weniger mochten. Das ist aber auch zu erwarten. Bisher verbrachten wir nur einige Stunden zusammen. Jetzt hingen wir fünfzehn Tage 23/7 zusammen. Retrospektiv hatten wir weniger Konflikte als jeder von uns erwartet hatte.

Erwähnenswertes

Wir waren unerfahren, unvorbereitet und dumm. Ohne Vorkenntnisse mit einem (neuen aber fremden) Wohnmobil im Winter loszufahren… joa. Dinge, die ich gelernt habe:

Über Wohnmobile

  • Eine Gasflasche reicht im Winter eine Woche (Heizung + Warmwasser + Kühlschrank)
  • Eine zweite Flasche ist empfehlenswert, um morgens nicht bei +3° aufzuwachen
  • Gasflaschen (und Anschlüsse) sind genormt, jedoch nutzen Schweden und Deutschland unterschiedliche Normen
  • In Schweden ist Diesel teurer als Benzin
  • Wenn der Frostschutz leert sich der Wassertank während der Fahrt

Über Schweden

  • Die Schweden sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und ich habe mich des Öfteren für meine Englischskills geschämt
  • Die Städte und Landschaften sind (gefühlt) viel (!!) sauberer als Deutschland #TragödieDesAllgemeinguts
  • An jeder Ecke, sei es nur ein kleiner Parkplatz, kann ein Naturschutzgebiet sein
  • Ich habe mich immer (!) und überall (!) sicher gefühlt

Über mich

  • Gemeint vs. Verstanden; Täglich grüßt das Murmeltier. Ich habe (wieder) lernen dass vermeindlich nett/neutral gemeinte Aussagen negativ aufgenommen werden kann. Wenn es zum Beispiel darum ging Entscheidungen zu treffen reagierte ich oft mit „Es ist mir egal“. Was ich damit sagen wollte war „Egal ob Option X oder Y, ich habe keine Preferenz und trage die Entscheidungen mit“. Doch anfänglich wurde es interpretiert als „Ich habe keine Lust mit zu Entscheiden“
  • Selbstbild vs. Fremdbild; Dinge oder Angewohnheiten, die ich habe und mich nicht stören, können anderen stören. Andersrum auch. Dabei ist es besser es anzusprechen statt in sich fressen.

Die Route

https://goo.gl/maps/gRNrTWVDfsp4WTjr7

Finanzen

Finanziell haben wir uns gut verstanden. Es gab nie Diskussionen über Ausgaben, die getätigt wurden oder getätigt werden mussten. Jemand hat beim Bezahlen der Gemeinschaftskosten ausgelegt. Damit es Fair bleibt haben wir das alles in Google Spreadsheet dokumentiert. Das sah dann so aus:

Fazit

Das Land ist wunderschön, die Menschen sind super freundlich und es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Eine weitere Reise nach Schweden ist nicht auszuschließen. Auch ein Roadtrip mit einem Wohnmobil, Wohnwagen oder Auto ist möglich. Mit der gleichen Konstellation wird das wahrscheinlich nicht passieren. Wir haben diese Erfahrung zu dritt gemacht. Es waren gute und lehrreiche Erfahrungen, doch würde es das nächste Mal etwas anderes sein. Möglicherweise eine andere Lokation, eine andere Jahreszeit, ein anderer Trip? (Fast) Alle Optionen sind offen 🙂

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